Noted de Bas de Paje - Olatua
Ein gewachstes Surfbrett liegt in der Sonne. Das Wachs ist weich geworden, die Oberfläche warm. Die Haut noch salzig vom Meer. Irgendwo klebt Kokos daran – aber nicht diese klebrig-süße Kokosnuss aus der Strandbar. Eher etwas Wachsiges, fast Buttriges.
Calone bringt aquatische Transparenz mit, dazu etwas Wassermelone, aber unter der Oberfläche passiert etwas viel Interessanteres: Kokos, Wachs, Haut, ein bisschen Pfeffer. Alles liegt dicht beieinander und verschmilzt zu etwas, das ich erstaunlicherweise eher mit den Seychellen als mit dem Baskenland verbinde.
Ich war noch nie auf den Seychellen. Aber genau so stelle ich sie mir vor.
Und vielleicht ist das bereits der erste Grund, warum ich OLATUA mag: Er beschreibt keinen Ort besonders akkurat. Er baut einen Ort im Kopf.
Die Marke selbst verortet den Duft im baskischen Sommer. Ich verstehe die Idee. Atlantik, Küste, Sonne, Wellen. Nur meine Nase macht daraus etwas Exotischeres. Weniger rauer Atlantik, mehr tropische Wärme – allerdings ohne in die übliche Sonnencreme-Falle zu tappen.
Denn OLATUA ist kein Soleil Blanc mit Meerblick. Und auch kein Megamare, das einem gleich die gesamte Tiefsee ins Gesicht schüttet.
Er steht irgendwo dazwischen. Aquatisch, aber warm. Kokos, aber nicht cremig. Sonnig, aber nicht klebrig. Clean, aber nicht steril. Und vor allem: eigenständig.
Ich habe bisher keinen Duft gerochen, bei dem meine Nase einen halbwegs vernünftigen Vergleich aus dem Regal ziehen konnte. OLATUA nimmt sich von verschiedenen Duftwelten ein paar Zutaten und macht daraus trotzdem kein olfaktorisches Sammelsurium.
Er macht sein eigenes Ding.
Vielleicht liegt genau darin sein Reiz.
P.S.: Erhältlich bei www.15west.de - keine Werbung
Song zum Duft: ZOI, Byfox - We Bad, We Know
DUFT
7.7
HALTBARKEIT
8.1
SILLAGE
7.5
FLAKON
8.1
PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS
7.8