LE LABO - MOUSSE DE CHENE 30

Mein liebstes Nischenparfüm und ein prekäres Paradox, ein zweifelhafter Neo-Chypre.

Mousse de Chene 30 wirft gleich zu Beginn mit einer Vielzahl seiner 30 Korrelate um sich. Wir befinden uns mitten im Wald - an einem Regentag. Dunkle Wolken und Geäst verschlingen einzelne bergamotteske Sonnenstrahlen und tauchen diese ins Unterholz. Eichenmoos- und Patchouli-Einsätze verblassen an würzigen Zimt-Lorbeer-Gewächsen. Ich kenne keinen vergleichbaren Duft, was diesen daher auch so besonders und einzigartig macht.

Unnachahmlich erweckt MdC 30 mit der Zeit in der Durchführung Konsolidierungspotentiale einzelner Nuancen im kühlwarmen Grünspektrum des Waldes.

Der neugrün-scharfe Beginn weicht einer pfeffrigen Süße. Das ist es auch was mich so packt, diese Kombination aus Pfeffer und cremiger Süße = henotisch.

Reprise. Kurze Wärme weicht kühler Würze – und andersherum. Ein Paradoxon, doppelsinnig, spaltunggsirre und doch keinesfalls schizophren!

Der strenge Coda-Lorbeer lässt nach, ruhiger, OrmondeJaynescher Waldespfeffer schwelt.

Daphné Bugey hat diesen Duft gezaubert, wie auch viel weitere bei LE LABO. Ihre Handschrift gefällt mir sehr. Sie hat es geschafft mit dieser Kreation Fougère auf ein neues Level zu heben und die Zeit der Neo-Fougère eingeläutet.



DUFT
10

HALTBARKEIT
8.3

SILLAGE
7.8

FLAKON
9.0

PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS
5.3

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FREDERIC MALLE - MUSC RAVAGEUR